Barrierefreies Pilgern

Barrierefreies Pilgern

Alte Pilgerwege wiederherstellen, neu beleben und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen, das ist eines der Ziele der St. Jakobus-Gesellschaft Rheinland-Pfalz-Saarland.

Die Gesellschaft möchte  mit dem Projekt Barrierefreies Pilgern Menschen mit Behinderung ermöglichen, einen Teil des Jakobsweg zu begehen. Wir möchten insbesondere Rollstuhlfahrer aber auch Menschen  mit Rollatoren oder Familien mit Kinderwagen zum Pilgern ermutigen. Sportliche könnten etwa dem jungen Rolli-Fahrer Felix Bernhard nacheifern. Er hat 20-jährig einen Autounfall überlebt, sich mühend rehabilitiert und hat sich dann zeitnah in Spanien allein pilgernd auf den Weg gemacht. Bei dieser Rolltour im Jahr 2007 auf der  Via de la Plata von Sevilla nach  Santiago de Compostela war er  „DEM  EIGENEN  LEBEN  AUF  DER SPUR“ ,-  so der Titel  seines bemerkenswerten Buches dazu.  Wir wissen, daß er dabei innere Ruhe, Glücksmomente und  Kraft für sein neues Leben gefunden hat. In diesem Sinn haben wir auch  zum ´PILGERN FÜR ALLE` unseren Barrierefreien Pilgerweg im laufenden Jahrzehnt geplant. Dieser Weg führt etwa 120 km durch die ebene Vorder- und Südpfalz von Worms über Ludwigshafen, Speyer und Germersheim bis nach Lauterburg. Unter der Leitung von Martien van Pinxteren ( bis  Febr. 2019  Sprecher der Regionalgruppe Süd- und Vorderpfalz) wurde eine geeigneter Wegstrecke erkundet und mehrere regionale Arbeitskreise gebildet. Deren Teilnehmer, auch Rollstuhlfahrer, haben abschnittsweise den Weg im Detail geprüft und Informationen dazu zusammengestellt,- wie eine Beschreibung des Weges an sich und seiner Beschaffenheit, behindertengerechte Übernachtungsmöglichkeiten und  barrierefreie Toiletten am Weg. Dazu wurden bis ins Jahr 2018 das Projekt jeweils vor Ort  den behördlich  Verantwortlichen der tangierten Städte und Landkreisen vorgestellt und schließlich abgestimmt deren schriftliche Zustimmung zu dem Barrierefreien Wegprojekt eingeholt. Desweiteren wurde im Hinblick auf  eine  Markierungsbefugnis als barrierefreier Jakobsweg  ( blaugelbe Muschel mit Rollstuhlsymbol) im Jahr 2017 mit dem Landesbetrieb für Mobilität ( LBM)  Kontakt aufgenommen. Leider  ist eine entsprechende Beschilderung des vorgestellten Wegs bis heute im Jahr 2019 nicht möglich, weil diese derzeit an der Zustimmung des LBM hinsichtlich der Nutzung der Radwege  gescheitert ist, aber deren Nutzung zwischen den Städten  eigentlich unumgänglich ist. Deshalb wird unser barrierefreier Pilgerweg von Worms nach Lauterburg zunächst mittels einer erweiterten Beschreibung  und einer digitalen Aufarbeitung in einem Pilgerführer ausgewiesen.. Dieses Begleitheft im Taschenbuch-Format wird  z. Zt. von der Peregrinus GmbH in Speyer  aufgrund unserer Ausarbeitung und im Kontext mit uns bearbeitet und im Jahr 2019/20 vorgestellt werden.

Zuständig ist für die Weiterführung des Projekts „ Barrierefreies Pilgern“ seit April 2018  bis zum Vorliegen einer Genehmigung für die Markierung auf den Radwegen und für die bestimmungsgemäße Fahrt auf den Wegen Dr. Klaus  Jürgen Tischendorf, im Kompetenzteam der Regionalgruppe Süd- und Vorderpfalz.

 

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